DJV gegen Kurzarbeit bei Springer-Tochter
DJV gegen Kurzarbeit bei Springer-Tochter
Berlin, 10.03.2009 – Kurzarbeit bei der Springer-Tochter Financial Media ist aus Sicht des Deutschen Journalisten-Verbandes unvereinbar mit dem Rekordergebnis der Axel Springer AG. Es müsse möglich sein, dass der Konzern aktuelle Probleme bei seinen Finanzmedien überbrücke, ohne die öffentlichen Kassen zu belasten, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Auch stelle sich die Frage, ob in den betroffenen Redaktionen statt Kurzarbeit nicht mehr Zeit für Recherchen zur Verfügung gestellt werden könne.
Der DJV-Vorsitzende reagierte damit auf Überlegungen im Hause Axel Springer Financial Media, Kurzarbeit im Umfang von 20 Prozent der Arbeitszeit bis zum Jahresende zu beantragen. Nach Unternehmensangaben sollen so betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Für die betroffenen 70 Beschäftigten bedeute Kurzarbeit ein Einkommensminus von 10 Prozent, für das Unternehmen eine Ersparnis von 20 Prozent der Personalkosten. In den derzeit laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat weigert sich die Geschäftsleitung noch, betriebsbedingte Kündigungen für die Laufzeit der Kurzarbeit auszuschließen.
Die 100-prozentige Springer-Tochter gibt die Wirtschafts- und Finanztitel Euro, Euro am Sonntag, Fonds Co. sowie die Onlinemedien finanzen.net und wallstreet.online heraus. Der frühere Axel Springer Finanzen Verlag war im Januar in Axel Springer Financial Media umbenannt worden. Die Axel Springer AG hatte Ende Februar für das letzte Jahr einen Rekordüberschuss des Konzerns von über 570 Millionen Euro und ein Umsatzplus von 5,8 Prozent auf über 2,7 Milliarden gemeldet. Die Dividende soll von vier Euro auf 4,40 Euro erhöht werden.
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